Spätburgunder – Der König der Weine und was ihn auszeichnet

Der Spätburgunder ist einer der beliebtesten Rotweine. Du findest ihn auch unter den Namen

  • Pinot noir,
  • Pinot nero,
  • Schwarz- oder Blauburgunder.

Aber was macht den Rotwein so besonders, wo kommt er her und welche Merkmale lassen sich dem Pinot noir zuschreiben? Diesen und weiteren Fragen geht der folgende Artikel nach.



Herkunft und Lage

Der Pinot noir ist eine sehr bedeutsame Weinsorte, die du bei exklusiven Anlässen servieren kannst. In Deutschland fallen rund 12.000 Hektar Anbaufläche für den Spätburgunder an.

Mit einer Fläche von rund 100.000 Hektar gehört Frankreich und vor allem das Elsass zu einem der größten Weinanbaugebieten des Spätburgunders. Neben Deutschland findest du mit Spätburgunder bestockte Weinberge in folgenden Ländern:

  • Schweiz,
  • Österreich,
  • Italien
  • und Australien.

In Deutschland siehst du die größte Fläche am Kaiserstuhl in Baden. Über 5400 Hektar sind dort anzutreffen. Aus Tradition heraus gibt es weitere Anbauregionen in Deutschland:


spätburgunder kaiserstuhl
Der Kaiserstuhl in Baden ist das größte Anbaugebiet für Spätburgunder in Deutschland. Ihn zeichnet die beste Lage in ganz Deutschland aus!

  • wie schon erwähnt: der Kaiserstuhl mit über 5000 Hektar,
  • die Pfalz mit rund 1.600 Hektar,
  • Württemberg mit rund 1.300 Hektar,
  • im Rheingau mit rund 390 Hektar
  • und in der Ahr mit rund 370 Hektar.

Geschichte

In Deutschland wächst die Zahl der Spätburgunder-Liebhaber und damit auch der Anbaufläche. Seit den 1990er Jahren ist die Anbaufläche um ein Vielfaches in Deutschland gestiegen. Wenn du also einen regionalen Spätburgunder genießen möchtest, hast du eine großes Auswahl zur Verfügung.

Die Weinsorte kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und ist der Burgunderfamilie zuzuordnen. 884 n. Chr. gelangte die Weinsorte an den Bodensee durch Karl den Dicken. Im (frühen) Mittelalter wurde sie weiter im Rheingau auf dem Kloster Eberbach und in manchen Teilen der Pfalz verbreitet.


Sortenmerkmale und Eigenschaften

Der Rotwein ist meist trocken und wird gerne bei 16 bis 18 °C verzehrt. Der Wein bringt ein fruchtiges Bukett mit. Das kann nach

  • Erdbeeren,
  • Brombeeren,
  • Kirschen,
  • schwarze Johannisbeeren

schmecken. Der leicht süßliche Duft ist sehr weich und angenehm auf der Zunge. Der Spätburgunder ist rostrot und arm an Gerbstoffen. Daher brauchst du ihn meist nicht mehr dekantieren. Lasse dich von einem Fachmann beraten, wenn du dir nicht sicher bist. Er kann dir auch sagen, wozu der Wein am besten passt. Der Spätburgunder wird gerne einmal in der kalten Jahreszeit getrunken und eignet sich sehr gut für festliche Anlässe wie etwa zu einem Weihnachtsmenü mit

  • Wildfleisch,
  • Rinderfilet,
  • Rotkohl,
  • kräftigen Käsesorten
  • usw.


Besonderheiten zu anderen Weinen

Vor über 150 Jahren wurde mit der Produktion von Spätburgundersekt begonnen, die bis heute noch besteht. Auch Roséweine sind als Spätburgunder zu finden. Wie du siehst, gibt es eine große Auswahl an Spätburgundersorten. Eine weitere Besonderheit ist die Weinsorte Blanc de noirs, die aus dunklen Weintrauben gewonnen wird. Keltert der Winzer die Weintrauben direkt nach Lese, entsteht ein Weißwein mit einem vollmundigen Aroma.


Sonstige Aspekte, die wichtig sind

Manche Weinliebhaber nennen den Wein gerne König der Rotweine. Der Anbau ist nicht immer leicht, denn es gibt einige Nachteile wie z. B.

  • hohe Ansprüche an Bodenlage,
  • anfällig für Stiel- und Beerenfäule,
  • empfindlich bei Spätfrost,
  • besondere Pflege der dünnhäutigen Weintrauben
  • usw.

Nichtsdestotrotz erfreut sich der Spätburgunder immer größerer Beliebtheit und die Anbauflächen nehmen seit den 1960er Jahren zu.