Portwein, der schwere Süße

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Das Wahrzeichen der portugiesischen Stadt Porto. Die Heimat des Portweins!

Portwein ist ein aus Portugal stammender Rotwein, der nicht nur für die lecker Portweinsauce genutzt werden kann. Dieser Wein zeichnet sich durch seine angenehme Süße aus und ist daher ein idealer Begleiter zu Käse und Schokolade.  Servieren Sie diesen am besten bei einer Trinktemperatur von zehn Grad Celsius. Charakteristisch für den Portwein ist der recht hohe Alkoholgehalt von mindestens 19 bis 22 Volumenprozenten.


Herkunft und Lage

Heute wird der Portwein überwiegend in der portugiesischen Stadt Porto produziert, die sich an der Mündung des Douro befindet. Das hier vorherrschende milde und feuchte Klima ist hervorragend für die Trauben geeignet. Sind diese geerntet, muss die Produktion relativ schnell gehen: Farbstoffe und Tannine werden innerhalb von 24 Stunden nach der Lese entzogen. Sind sechs bis neun Prozent Alkoholgehalt erreicht, wird 77-prozentiger Branntwein hinzu gegeben. In der Stadt Porto reift der Wein dann schließlich nach.


Geschichte

Erfunden haben den Portwein die Briten. Diese kamen auf die Idee, den Gärvorgang vorzeitig abzubrechen, indem sie Branntwein hinzugaben. Dadurch schmeckte der Wein nicht nur sehr viel süßer, auch der Alkoholgehalt war deutlich höher. An dieser Herstellungsweise hat sich bis heute nichts geändert. Für den ausschließlich in Portugal produzierten Portwein sind 80 verschiedene Rebsorten zugelassen. Seit dem Jahr 1756 gibt es ein portugiesisches Weingesetz, welches den An- und Ausbau des Ports klar regelt. In diesem ist auch festgelegt, dass Port ausschließlich aus Trauben hergestellt werden darf, die aus dem Douro-Tal stammen.
Belege beweisen allerdings, dass der Port in Portugal bereits seit dem 7. Jahrhundert hergestellt wird, damals allerdings noch nicht bekannt war.


Sortenmerkmale

Der Portwein ist in den Varianten Ruby und Tawny erhältlich. Während der Ruby eher fruchtiger ist, ist der Tawny etwas blasser und schmeckt leicht nach Trockenfrüchten. Der rote Ruby ist ein hervorragender Dessertwein und wird gerne als solcher genutzt. Wie süß der jeweilige Port schmeckt, hängt davon ab, zu welchem Zeitpunkt die Gärung unterbrochen wird. Tawny ist eine eher trockene Variante des Port und wird daher als Absacker oder zur Vorspeise serviert. Portwein gilt als Süßwein. Charakteristisch für solch einen Wein ist, dass dieser einen Mindestzuckergehalt von 40 Gramm pro Liter aufweist. Port ist auch als eine weiße Variante erhältlich, allerdings ist diese deutlich seltener. Während der rote Port schwer und süß ist, ist der weiße Wein leichter, dafür aber auch trockener.


Ideale Lagerung

Der Portwein wird traditionell in jahrhundertealten Holzfässern gelagert. Die Lagerdauer kann einige Jahre oder gar Jahrzehnte betragen. Alter Port, der sogenannte Vintage Port, kann sogar bis zu 50 Jahre lang reifen. Haben Sie einen guten Port erworben, sollten Sie diesen dunkel, aber nicht zu kühl lagern. Temperaturen zwischen 10 und 12 Grad Celsius verträgt der Wein am besten. Damit der Korken feucht bleibt, ist es wichtig, dass Sie den Port liegend trocknen. Am besten sind die Flaschen daher in einem Weinregal aufgehoben. Achten Sie auch darauf, dass Sie diese so selten wie möglich bewegen. 24 Stunden vor dem Verzehr hingegen sollten Sie die Flasche aufrecht hinstellen.


Besonderheiten zu anderen Weinen

Der Portwein zeichnet sich durch seine außergewöhnliche Note aus, die sich klar von anderen Weinsorten unterscheidet. Vor allem die angenehme Süße ist es, die den Port bei Weinfreunden auf der ganzen Welt beliebt macht. Grundsätzlich können Sie den Port zu allen erdenklichen Anlässen servieren. Sie haben sogar die Möglichkeit, aus diesem Wein einen leckeren Aperitif herzustellen: Zu diesem Zweck wird der White Port mit Tonic Water aufgefüllt und mit Eis und einer Scheibe Zitrone serviert. Im Winter hingegen schmeckt der Hot Port sehr gut: Dieser wird mit heißem Wasser, Zimt, Nelken und Zucker zubereitet. Möchten Sie den Port pur servieren, sollten Sie sich spezielle Portweingläser anschaffen. Diese sind deutlich kleiner als Weiß- oder Rotweingläser und werden nur zu zwei Dritteln gefüllt.