Der Korkenzieher: Wie ich den richtigen finde!

korkenzieher
Den perfekten Korkenzieher zu finden ist nicht immer leicht - Wir helfen Dir dabei.

Gute Weine sind meist mit einem Korken verschlossen. Bei Sekt- und Champagnerflaschen ist das Öffnen dank der angebrachten Halterung ein Kinderspiel. Die Kohlensäure spielt dem Ganzen zu und die Flasche lässt sich mit einem Plöpp öffnen.

Bei Wein hingegen benötigst du oft einen Korkenzieher: Doch welcher ist der richtige für dich?

Es gibt viele verschiedene Arten, die dir im Weiteren nahegelegt werden. Außerdem erhältst du Tipps und Tricks für den Kauf und alles Wissenswerte rund um den Korkenzieher.

Darum benötigst du einen guten Korkenzieher

Viele Hersteller setzen immer noch auf den guten alten Kork. Das Naturprodukt stammt meist aus Portugal: Das Land ist Weltmeister im Exportieren von Kork und versteht sich seit 1700 in der Fertigung von Kork. Für viele Weintrinker ist ein Korken ein wichtiges Geschmackskriterium.

Damit du deinen Wein sauber öffnen kannst, ist ein guter Korkenzieher wichtig. Der Öffner sollte den Korken nicht beschädigen, denn Kork sollte niemals in den Wein gelangen. Wer trinkt schon gerne einen guten Tropfen Wein, in dem kleine Stücke vom Korken schwimmen?

Ist der Korken sauber herausgezogen, kannst du ihn in den meisten Fällen wieder auf die Flasche setzen. Vor allem bei Korken, die mit einer Wachsschicht umschlossen sind, gelingt das sehr gut.

Die unterschiedlichen Arten von Korkenziehern

Es gibt unterschiedliche Arten, wie du deinen Wein entkorken kannst.
Hier findest du einige ausgewählte Modelle, die das Öffnen des Weins erleichtern.

  • Kellnermesser: Das Kellnermesser kennst du sicher aus dem Restaurant. Es wird gerne von Kellnern benutzt und ist wie ein Taschenmesser aufgebaut. Du findest daran ein kleines scharfkantiges Messer, das zum Entfernen des Papiers um den Korken gedacht ist. In der Mitte befindet sich die Schraube, die du in den Korken eindrehst. An den Seiten gibt es einen festen und einen bewegbaren Hebel, die zum Herausziehen des Korkens gedacht sind.
  • Tischkorkenzieher: Der Tischkorkenzieher wird mit einer Schraube an den Tisch geklemmt. Die Flasche wird von unten in den Tischkorkenzieher gedrückt und der Hebel umgelegt. Der Tischkorkenzieher ist für eine größere Anzahl an Weinflaschen gedacht.
  • Der Flügelkorkenzieher kommt in vielen Haushalten zum Einsatz und punktet mit seinen Hebeln an den Seiten.
  • Der Glockenkorkenzieher ist im Prinzip ähnlich und schaut wie eine Glocke aus. Beim Herausziehen wendest du allerdings mehr Kraft auf.
  • Zudem gibt es Modelle, die elektrisch oder mit Luftdruck arbeiten. Dabei kann es vorkommen, dass der Korkenzieher nicht mittig aufliegt und der Korken nicht ganz herauskommt.

Wie wende ich einen Korkenzieher richtig an?

Bei einem Kellnermesser benötigst du nur wenig Kraft.

Schritt-für-Schritt Anleitung:

  1. Dafür setzt du es auf den Korken auf.
  2. Setze den Kellnerkorkenzieher möglichst mittig, um nicht seitlich abzurutschen.
  3. Die beiden Hebel stehen senkrecht; sie werden vorerst nicht benötigt.
  4. Dann hältst du die Flasche leicht schräg und drehst den Korkenzieher bis 2/3 des Korkens nach unten.
  5. Danach setzt du den einen Griff an die Flasche an und ziehst den Korken mit dem anderen Hebel nach oben.
  6. Das Ganze wiederholst du noch einmal, bis der Korken herauskommt.

Bei einem Flügelkorkenzieher verfährst du ähnlich.

Schritt-für-Schritt Anleitung:

  1. Er wird von oben auf die Flasche gesetzt
  2. Beim Drehen gehen zwei Hebel nach oben.
  3. Diese drückst du anschließend herunter.
  4. Der Korken kommt wie von Zauberhand nach oben.
  5. Diese Methode eignet sich gut für Rheumatiker und Co., die weniger Kraft in den Armen haben.

Ein Tipp: Hast du einmal keinen Flügelkorkenzieher o. Ä. zur Hand und ist weit und breit kein hilfsbereiter Nachbar in Sicht, kannst du eine Flasche Wein auch anders öffnen.

Dafür legst du die Weinflasche mit einem Geschirrtuch umwickelt in einen Schuh. Sofern die Flasche mit Papier versiegelt ist, mache das Papier ab. Nun klopfst du das ganze Konstrukt vorsichtig gegen eine Wand. Der Korken kommt nach und nach heraus. Der Nachteil daran ist, dass die Flasche zu Bruch gehen kann oder dass Kork in den Wein gelangt.

Was kann ich tun, wenn doch mal etwas Kork in den Wein gelangt?

Ist doch einmal etwas Kork in den Wein gelangt, musst du ihn nicht gleich wegschütten. Verwende einfach ein Teesieb oder einen feinporigen Kaffefilter, um die Stücke herauszufischen. Auch eine saubere Nylonstrumpfhose kann dir Abhilfe verschaffen.

Aber bedenke: Ist der Kork bereits bröselig oder riecht muffig, könnte das ein Kriterium dafür sein, dass der Wein nicht mehr genießbar ist.

Worauf muss ich beim Kauf achten?

Ein guter Korkenzieher muss nicht teuer sein. Jedoch solltest du darauf achten, dass das Material hochwertig und sauber verarbeitet ist. Edelstahl ist ein gutes Material, das rostfrei ist und kräftigen Hebelbewegungen standhält.

Der Weinkorkenzieher sollte keine Verletzungsgefahr darstellen und einen starken Halt beim Aufsetzen garantieren. Zudem sollte er leicht verstaubar sein. Eine mitgelieferte Hülle ist optimal. Die Reinigung unter kaltem Wasser sollte kein Problem darstellen und auch nach einer häufigen Benutzung sollte der Korkenzieher gut funktionieren.