Federweißer – der „Neue Wein“wird immer beliebter!

Der Federweisser wird immer beliebter! Man kennt ihn auch unter dem Synonym "Junger Wein" oder "Neuer Wein".

Bist du ein Weinliebhaber und denkst du dir: Ein „neuer Wein“ muss her? Wie wäre es dann mit einem fruchtigen Erlebnis, das dich völlig überrascht? Der Federweißer wird auch als „Neuer Wein“ bezeichnet und ist nur zu einer bestimmten Jahreszeit erhältlich. Was den besonderen Geschmack ausmacht, wie du den Wein am besten lagerst und worauf du sonst noch achten solltest, erfährst du im weiteren Text.


Herkunft und Hintergrund

Federweißer hat seinen Namen durch die kleinen Hefezellen, die durch die Kohlensäure wie Federn aufgewirbelt werden. Das Rauschen kannst du am Glas hören. Das süß-saure Getränk ist seit den Römern bekannt und ist bis heute eines der beliebtesten Weine im Herbst.


Was ist Federweißer?

Federweißer ist technisch gesehen noch kein richtiger Wein. Er befindet sich auf einer Zwischenstufe zwischen Traubenmost und fertig gegorenem Wein. Der aus weißen Rebsorten gepresster Traubenmost ist ungefiltert, sodass er noch Gerbstoffe beinhaltet. Das verleiht dem noch unfertigen Wein seine trübe Färbung. Bevor die Gärung zum Jungwein bis hin zum Weißwein abgeschlossen ist, wird der Traubenmost in Flaschen abgefüllt und verkauft.


Wann gibt es den neuen Wein?

Der neue Wein wird nur zu einer bestimmten Zeit angeboten: Nach der Weinlese wird der köstliche Traubenmost zwischen September und Ende Oktober verkauft. Dann wird er meist in der Kühlung gelagert, um den Reifungsprozess zu unterbinden.


Wie schmeckt neuer Wein

Der neue Wein ist zu Anfang sehr süß. Das liegt daran, dass der Zuckergehalt aus dem Traubenmost noch fast vollständig vorhanden ist. Nach und nach wird der Zucker in Alkohol umgesetzt. Der Alkoholgehalt im neuen Wein bleibt mehr im Verborgenen. Das liegt daran, dass der Zucker den Alkohol kaschiert. Diese Geschmacksverwirrung ist ein Trugschluss, denn der Alkohol ist dennoch vorhanden.

Möchtest du den süßen Geschmack behalten, solltest du den neuen Wein im Kühlschrank oder noch besser in einem Weinkühlschrank bei 4 bis 8 °C aufbewahren. Um den Gärungsprozess zu beschleunigen, kannst du ihn bei Zimmertemperatur lagern. Nach wenigen Stunden bemerkst du bereits einen veränderten Geschmack. Dann hat der Wein mehr Säure bekommen. Der Geschmack wird mit der Zeit herber und geht in eine trockene Geschmacksrichtung.


Wie lagert man Federweißer?

Der neue Wein ist in einem ständigen Gärungsprozess: Darum wird er immer in Glasflaschen mit leicht geöffnetem Schraubverschluss gelagert. Aus diesem Grund solltest du den neuen Wein niemals liegend lagern. Der Deckel sollte immer etwas luftdurchlässig sein. Andernfalls können die entstehenden Gase in der Flasche nicht entweichen. Federweißer kannst du für einige Stunden ohne Kühlung aufbewahren. Allzu lange solltest du den Federweißer jedoch nicht ungekühlt lassen, da er sonst verderben kann.


Wie viel Alkohol hat der neue Wein?

Zwischen der Abfüllung und dem Verkauf hat der neue Wein einen Alkoholgehalt von rund 4 bis 5 %. Je länger er steht, desto mehr Alkohol kommt hinzu. Bis kurz vor der Vollendung hat er dann einen Alkoholgehalt von rund 11 %. Darum sollte der neue Wein niemals an Kinder, Schwangere u. Ä. gegeben werden.


Was schmeckt zum neuen Wein?

Die Kombination aus Süße und Säure passt perfekt zu typischen Herbstgerichten. Aus diesem Grund sind

  • Flammkuchen,
  • Zwiebelkuchen,
  • Maronensuppe,
  • Risotto
  • und helles Fleisch bzw. Fisch

sehr beliebt zum neuen Weingenuss.


Wo kann man den neuen Wein kaufen

Den neuen Wein kannst du am besten regional einkaufen. Auf dem Wochenmarkt, im Supermarkt oder bei deinem örtlichen Winzer findest du das köstliche Getränk.


Sonstige Aspekte, die wichtig sind

Der neue Wein wird im regionalen Sprachgebrauch auch als

  • Junger Wein
  • Bitzler,
  • Suser,
  • Brauser
  • oder Rauscher

bezeichnet. Federweißer besteht immer aus weißen Weintrauben. Das Pendant aus rotem Traubenmost ist Federroter. Der Geschmack ist etwas herber als beim weißen Traubenmost, da mehr Bitter- und Gerbstoffe vorhanden sind.

Der neue Wein sollte nach wenigen Tagen aufgebraucht sein, denn die Haltbarkeit ist nur gering.